der #Brandbrief
zum 1:0 für die politische Schönheit
Screenshot Webseite FAZ vom 10.11.2025

Guten Morgen Deutschland.
Eigentlich — ganz schlechter Stil, dieses Wort, und dann auch noch ganz am Anfang — sollte ich einen satirischen Text schreiben, der den Noch-Kanzler wachrüttelt.
Aber wie macht man das?
Wie erreicht man einen Mann, der so von sich selbst überzeugt ist, dass er jegliche Kritik als dummes Geschwätz oder Sozialneid an sich abprallen lässt?
Die Kunstwelt überlegt ja schon lange, wie sie dem Noch-Kanzler die Enttäuschung über seine herzlose, planlose und mitunter sogar skrupellose Politik übermitteln könnte.
Die Antwort ist zumeist ein gönnerhaftes Weglächeln;
hier und da auch eine Strafanzeige oder Hausdurchsuchung.
Von Wachrütteln — von echtem Erreichen — war man bisher weit entfernt.
Bisher.
Denn nun bleibt mir erspart, länger über die Frage der Erreichbarkeit nachzugrübeln. Nach 200 Tagen Schreckensherrschaft hat wohl jemand einen Weg gefunden. Keinen geradlinigen, so will mir scheinen.
Das Ergebnis:
Ein Interview ohne Worte,
festgehalten in einem Foto von Daniel Pilar.
Darauf zu sehen:
Des Herbstes Runengespinst
in 50 Shades of Grey
Ein farbloser, alter Mann sitzt,
mit nur noch wenigen, grauen Haaren,
in einem grauen Anzug,
auf einem grauen Bürostuhl.
Hinter ihm,
an einer grauen Wand,
hängt ein graues Kunstwerk.
Vor ihm,
auf einem grauen Schreibtisch,
stehen drei graue Stative,
im Halbkreis zu ihm angeordnet,
darin zwei Tablets und ein Handy.
Die Dreifaltigkeit der Kommunikation.
Ein digitales Gespinst aus Schrift, Bild und Ton.
Alle drei Kameras zeigen auf ihn.
Der farblose Mann hat sich selbst
zum farblosen Zentrum
seines farblosen Gespinstes gemacht.
Was er sagt, ist Gesetz.
Glaubt er.
Doch Daniel Pilars Foto ist nicht real.
Es zeigt nicht die wirkliche Welt.
Das Foto ist in sich ein Gespinst.
So wie der alte Mann
auf seinem Schreibtisch Gespinste inszeniert,
so haben andere
den alten Mann selbst als Gespinst inszeniert.
Ob er sich selbst für alt hält?
Ob er sich selbst für farblos hält?
Ob er sich selbst für manipulierbar hält?
Fragen, die zu stellen
der alte Mann vermutlich keine Zeit gewähren würde.
Doch wenn ein guter Freund
ein millionenschweres Kunstwerk
— es heißt übrigens wirklich “Des Herbstes Runengespinst” —
als kostenlose Leihgabe vermitteln kann,
dann findet sich auch die Zeit für ein Interview ohne Worte,
dann zeigt ein Kanzler, wie er Kanzler spielt.
Aktuell scheint noch vieles fraglich.
fragdenStaat.de fragte den Staat,
wie das millionenschwere Kunstwerk
an die graue Bürowand des Noch-Kanzlers kam.
Mehr und mehr Unions-Abgeordnete fragen sich,
ob man dem farblosen Mann noch vertrauen kann.
Und der farblose Mann fragt sich vermutlich,
wer dieses Interview ohne Worte inszeniert
und ihn in seinem eigenen Büro
zur Marionette degradiert hat.
Ich hingegen bin einfach nur erleichtert,
dass ich mich nicht länger fragen muss,
wie man den Noch-Kanzler mit Satire wachrütteln könnte
und ziehe ehrfurchtsvoll meinen Hut
vor der politischen Schönheit im Land.
Einen guten Start in den Tag wünscht,
Anke Brand
PS:
Ein Gespinst ist ein aus feinen Fäden bestehendes Gewebe, das von Tieren wie Spinnen (Spinnennetz) oder verschiedenen Insektenlarven (z. B. von Gespinstmotten) hergestellt wird. Es dient entweder dem Beutefang, als schützende Hülle (Kokon) oder als Schutz für eine ganze Raupengruppe. Der Begriff kann sich auch metaphorisch auf eine Erfindung oder eine aus Lügen bestehende Konstruktion beziehen, z. B. ein «Hirngespinst».
[Erklärung von Google Gemini KI vom 10. November 2025]
PPS:
Lesa dieses Satire-Beitrags interessieren sich auch für:
100 Tage Fritz | derFritz. dieBilanz. dasMo.
morgenjournal.eu/luftikus
Screenshot Webseite dasMo vom 10.11.2025

Zentrum für politische Schönheit
politicalbeauty.de
Screenshot Webseite politische Schönheit vom 10.11.2025

Daniel Pilar, Fotograf
danielpilar.de
Screenshot Webseite Daniel Pilar vom 10.11.2025

Interview ohne Worte, Süddeutsche Zeitung
sueddeutsche.de
Screenshot Webseite SZ vom 10.11.2025

zum 1:0 für die politische Schönheit
Screenshot Webseite FAZ vom 10.11.2025

Guten Morgen Deutschland.
Eigentlich — ganz schlechter Stil, dieses Wort, und dann auch noch ganz am Anfang — sollte ich einen satirischen Text schreiben, der den Noch-Kanzler wachrüttelt.
Aber wie macht man das?
Wie erreicht man einen Mann, der so von sich selbst überzeugt ist, dass er jegliche Kritik als dummes Geschwätz oder Sozialneid an sich abprallen lässt?
Die Kunstwelt überlegt ja schon lange, wie sie dem Noch-Kanzler die Enttäuschung über seine herzlose, planlose und mitunter sogar skrupellose Politik übermitteln könnte.
Die Antwort ist zumeist ein gönnerhaftes Weglächeln;
hier und da auch eine Strafanzeige oder Hausdurchsuchung.
Von Wachrütteln — von echtem Erreichen — war man bisher weit entfernt.
Bisher.
Denn nun bleibt mir erspart, länger über die Frage der Erreichbarkeit nachzugrübeln. Nach 200 Tagen Schreckensherrschaft hat wohl jemand einen Weg gefunden. Keinen geradlinigen, so will mir scheinen.
Das Ergebnis:
Ein Interview ohne Worte,
festgehalten in einem Foto von Daniel Pilar.
Darauf zu sehen:
Des Herbstes Runengespinst
in 50 Shades of Grey
Ein farbloser, alter Mann sitzt,
mit nur noch wenigen, grauen Haaren,
in einem grauen Anzug,
auf einem grauen Bürostuhl.
Hinter ihm,
an einer grauen Wand,
hängt ein graues Kunstwerk.
Vor ihm,
auf einem grauen Schreibtisch,
stehen drei graue Stative,
im Halbkreis zu ihm angeordnet,
darin zwei Tablets und ein Handy.
Die Dreifaltigkeit der Kommunikation.
Ein digitales Gespinst aus Schrift, Bild und Ton.
Alle drei Kameras zeigen auf ihn.
Der farblose Mann hat sich selbst
zum farblosen Zentrum
seines farblosen Gespinstes gemacht.
Was er sagt, ist Gesetz.
Glaubt er.
Doch Daniel Pilars Foto ist nicht real.
Es zeigt nicht die wirkliche Welt.
Das Foto ist in sich ein Gespinst.
So wie der alte Mann
auf seinem Schreibtisch Gespinste inszeniert,
so haben andere
den alten Mann selbst als Gespinst inszeniert.
Ob er sich selbst für alt hält?
Ob er sich selbst für farblos hält?
Ob er sich selbst für manipulierbar hält?
Fragen, die zu stellen
der alte Mann vermutlich keine Zeit gewähren würde.
Doch wenn ein guter Freund
ein millionenschweres Kunstwerk
— es heißt übrigens wirklich “Des Herbstes Runengespinst” —
als kostenlose Leihgabe vermitteln kann,
dann findet sich auch die Zeit für ein Interview ohne Worte,
dann zeigt ein Kanzler, wie er Kanzler spielt.
Aktuell scheint noch vieles fraglich.
fragdenStaat.de fragte den Staat,
wie das millionenschwere Kunstwerk
an die graue Bürowand des Noch-Kanzlers kam.
Mehr und mehr Unions-Abgeordnete fragen sich,
ob man dem farblosen Mann noch vertrauen kann.
Und der farblose Mann fragt sich vermutlich,
wer dieses Interview ohne Worte inszeniert
und ihn in seinem eigenen Büro
zur Marionette degradiert hat.
Ich hingegen bin einfach nur erleichtert,
dass ich mich nicht länger fragen muss,
wie man den Noch-Kanzler mit Satire wachrütteln könnte
und ziehe ehrfurchtsvoll meinen Hut
vor der politischen Schönheit im Land.
Einen guten Start in den Tag wünscht,
Anke Brand
PS:
Ein Gespinst ist ein aus feinen Fäden bestehendes Gewebe, das von Tieren wie Spinnen (Spinnennetz) oder verschiedenen Insektenlarven (z. B. von Gespinstmotten) hergestellt wird. Es dient entweder dem Beutefang, als schützende Hülle (Kokon) oder als Schutz für eine ganze Raupengruppe. Der Begriff kann sich auch metaphorisch auf eine Erfindung oder eine aus Lügen bestehende Konstruktion beziehen, z. B. ein «Hirngespinst».
[Erklärung von Google Gemini KI vom 10. November 2025]
PPS:
Lesa dieses Satire-Beitrags interessieren sich auch für:
100 Tage Fritz | derFritz. dieBilanz. dasMo.
morgenjournal.eu/luftikus
Screenshot Webseite dasMo vom 10.11.2025

Zentrum für politische Schönheit
politicalbeauty.de
Screenshot Webseite politische Schönheit vom 10.11.2025

Daniel Pilar, Fotograf
danielpilar.de
Screenshot Webseite Daniel Pilar vom 10.11.2025

Interview ohne Worte, Süddeutsche Zeitung
sueddeutsche.de
Screenshot Webseite SZ vom 10.11.2025
