Hallo @chiffre.KFAALVS 👋
Du zeichnest da eine sowohl zauberhafte wie im Grunde logische neue Wirtschaftsform. Damit bist du in guter Gesellschaft. Wie du selbst schreibst, versuchen viele kluge Köpfe seit vielen Jahren diese Utopie zu erschaffen. Leider noch zu selten mit Erfolg.
Die meisten scheitern, weil sie eben nicht die Menschen an erste Stelle setzen, sondern eine Ideologie.
Umweltschutz.
Soziale Gerechtigkeit.
Gemeinwohl.
Das sind einerseits abstrakte Begriffe.
Eben wollte ich einfach nur ein paar Äpfel kaufen, jetzt soll ich mich entscheiden, ob ich lieber den Apfel mit Biosiegel aus Neuseeland kaufe oder den ohne Biosiegel aus Niedersachsen.
Egal wie ich mich entscheide, irgendwer findet sich immer, der mir einen Vorwurf macht.
Da kann ich auch gleich die Kartoffelchips kaufen, die sind weder bio noch regional und obendrauf ungesund.
Zusätzlich bergen Ideologien ein gewaltiges Konfliktpotential.
Menschen, die die Welt retten wollen, zerstreiten sich regelmäßig an der Frage, was zuerst gerettet werden soll. Am Ende wird dann oft nur noch gestritten und gar nichts gerettet.
Obendrauf wird die Ideologie als Mehrwert verkauft.
Warum kostet eine Gurke, für deren Aufzucht keine Gifte verwendet wurden, mehr als eine Gurke, für die teure Pestizide, Fungizide und Herbizide eingesetzt wurden?
Warum kostet ein regionaler Apfel mehr als ein Apfel, der eine halbe Weltreise hinter sich hat?
Ein Marktplatz, bei dem der Mensch an erster Stelle steht, müsste sein wie Amazon, aber ohne Aktionäre.
Die Milliarden, die Amazon aus den Transaktionen herauszieht und an seine Aktionäre ausschüttet, sind das Problem.
Das sind die gleichen Milliarden, die den Preis für Konsumentaen erhöhen.
Das sind die gleichen Milliarden, die Herstellern fehlen, um ihre Produkte besser zu machen.
Wer einen Marktplatz schaffen will, bei dem die Menschen an erster Stelle stehen, muss ohne Investoraen gründen.
Geringe Kosten, langer Atem.
Mit herzlichen Grüßen aus #dreyLand,
Dr. Frühling
(he/him | Hey Doc | du)