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Profilbild #dreyFragen
Wenn du dir eine Sache besser wünschen könntest — welche wäre das?
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Ich würde mir einen neuen Marktplatz wünschen.

So ein Ding zwischen Sozialismus und Kapitalismus, zwischen Planwirtschaft und Marktwirtschaft.

Eine Smart-Wirtschaft.

Wir haben in den vergangenen 50 Jahren viel über Wirtschaft und Wirtschaftspsychologie gelernt. Vor allem haben wir gelernt: Wenn wir Profite zur obersten Priorität machen, trickelt da nichts runter.

Was Profitgeier erst einmal in Händen halten, das geben sie nicht mehr her.

Da entstehen keine neuen Arbeitsplätze, keine neuen Schulen und keine neuen Bahnverbindungen. Hin und wieder mal eine Oper, ein Museum oder ein Krankenhausflügel. Am besten, steuerlich absetzbar.


Wenn wir die Umwelt zur Priorität machen, verpassen die Profitgeier allem, was ihre Gewinne gefährdet, eine schlechte Presse.


Also sollten wir die Menschen zur obersten Priorität machen.

Nicht den Staat.
Nicht die Wirtschaft.
Nicht die Umwelt.

Die Menschen.

People.
Planet.
Profits.
In der Reihenfolge!
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Wir sind jetzt optimistisch und stellen uns vor, dein Wunsch geht in Erfüllung. Wie macht das unsere Welt — im Großen oder Kleinen — besser?
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Zuerst würden die Arbeitsplätze besser. Mehr Geld für weniger Arbeitszeit.

Wir würden Leistung nicht mehr plump in Stunden oder Stückzahlen messen, sondern im Mehrwert, der geschaffen wurde.

Firmen wären gezwungen jedes Jahr bessere Produkte auf den Markt zu bringen. Das wäre gut für die Konsumentaen.

Konzerne können das Level an Kreativität, das hier entsteht, nicht verarbeiten. Kleine Betriebe und der Mittelstand würden aufblühen. Die sind seit jeher und in allen Ländern das Rückgrat der Volkswirtschaft.

Der Kapitalismus sieht die Menschen als lästige Kostenfaktoren. In der Smart-Wirtschaft sind sie der unverzichtbare Motor.

Je besser ein Betrieb die Menschen behandelt, desto besser werden die Produkte des Betriebs.

Je besser die Menschen verdienen, desto stärker der Binnenmarkt eines Landes.
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Hast du auch schon eine Idee, wie mensch das bis 2028 umsetzen könnte — mit den Mitteln und Freiheiten, die wir bereits heute in Europa haben?
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Nein.

Es haben ja schon viele versucht, aber niemand hatte damit bisher Erfolg.

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he/him | Hey Doc | du
Hallo @chiffre.KFAALVS 👋

Du zeichnest da eine sowohl zauberhafte wie im Grunde logische neue Wirtschaftsform. Damit bist du in guter Gesellschaft. Wie du selbst schreibst, versuchen viele kluge Köpfe seit vielen Jahren diese Utopie zu erschaffen. Leider noch zu selten mit Erfolg.


Die meisten scheitern, weil sie eben nicht die Menschen an erste Stelle setzen, sondern eine Ideologie.

Umweltschutz.
Soziale Gerechtigkeit.
Gemeinwohl.

Das sind einerseits abstrakte Begriffe.

Eben wollte ich einfach nur ein paar Äpfel kaufen, jetzt soll ich mich entscheiden, ob ich lieber den Apfel mit Biosiegel aus Neuseeland kaufe oder den ohne Biosiegel aus Niedersachsen.

Egal wie ich mich entscheide, irgendwer findet sich immer, der mir einen Vorwurf macht.

Da kann ich auch gleich die Kartoffelchips kaufen, die sind weder bio noch regional und obendrauf ungesund.


Zusätzlich bergen Ideologien ein gewaltiges Konfliktpotential.

Menschen, die die Welt retten wollen, zerstreiten sich regelmäßig an der Frage, was zuerst gerettet werden soll. Am Ende wird dann oft nur noch gestritten und gar nichts gerettet.


Obendrauf wird die Ideologie als Mehrwert verkauft.

Warum kostet eine Gurke, für deren Aufzucht keine Gifte verwendet wurden, mehr als eine Gurke, für die teure Pestizide, Fungizide und Herbizide eingesetzt wurden?

Warum kostet ein regionaler Apfel mehr als ein Apfel, der eine halbe Weltreise hinter sich hat?


Ein Marktplatz, bei dem der Mensch an erster Stelle steht, müsste sein wie Amazon, aber ohne Aktionäre.

Die Milliarden, die Amazon aus den Transaktionen herauszieht und an seine Aktionäre ausschüttet, sind das Problem.

Das sind die gleichen Milliarden, die den Preis für Konsumentaen erhöhen.

Das sind die gleichen Milliarden, die Herstellern fehlen, um ihre Produkte besser zu machen.


Wer einen Marktplatz schaffen will, bei dem die Menschen an erster Stelle stehen, muss ohne Investoraen gründen.

Geringe Kosten, langer Atem.

Mit herzlichen Grüßen aus #dreyLand,
Dr. Frühling
(he/him | Hey Doc | du)