Konzerne unterscheiden gerne zwischen must-have und nice-to-have Produkten.
Essen, Wohnen und Gesundheit sind solche unverzichtbaren Must-Haves.
Wenn Konzerne für diese Must-Haves der hart arbeitenden Bevölkerung den Großteil ihres Einkommens abnehmen, führt das zu einem Teufelskreislauf.
Die Menschen haben kein Geld mehr für Hobbies, Reisen, Kino, Essengehen, Blumen, Bücher, Geschenke und was eben sonst so alles in den Geschäften vor Ort gekauft wird.
Die Menschen kaufen entweder gar nicht mehr oder sie kaufen billig im Internet. In beiden Fällen verlieren die Geschäfte vor Ort, die Kommunen, die Lebensqualität und — wenn ich an trostlose graue Straßen voller trostloser grauer Menschen denke — auch das Stadtbild.
Solange Deutschland als Industrienation auf globalen Märkten gutes Geld verdient hat, ist dieser Verlust an lokaler Wertschöpfung und Lebensqualität in den Bilanzen untergegangen.
Jetzt, wo globale Märkte sich vom Erfolgsgaranten zum Risikofaktor wandeln, müssen wir Wirtschaft neu denken. Lokal. Regional. Meinethalben auch national, wobei ich dann Europa als Nationalität sehe.
Das Ziel ist simpel:
Die breite Masse der Menschen muss am Ende des Monats mehr Geld in der Tasche haben.
In einer Zeit, in der jeder über Nacht ohne eigenes Verschulden vom Leistungsempfänger zum Sozialschmarotzer werden kann, müssen wir die Scham einmotten.
Es bringt nichts, den Menschen Angst vor der Arbeitslosigkeit zu machen, wenn sie doch gar nicht selbst darüber entscheiden.
Viel sinnvoller ist es, die Menschen aufzufangen, wenn ihnen eine Kündigung den Boden unter den Füßen wegzieht.