Miteinander.
In ganz kleinen Schritten.
Und mit mehr Humor als Ego.
Die meisten dieser Hürden, die zwischen dir und deinen Träumen stehen, sind wie diese versenkbaren Poller vor Fußgängerzonen.
Kommen drittklassige Politika in der gepanzerten Limousine, senken sich die Poller automatisch. Kommst du mit deinem Auto, bleiben die Poller oben und lassen dich nicht durch.
Du kannst dich jetzt auf endlose Diskussionen über diese Poller einlassen. Du kannst aber auch einfach dein Auto —
dein Ego — zurücklassen und zu Fuß zwischen den Pollern durchgehen.
Wenn du dein Ziel formulieren kannst und in kleinen Schritten planst, dann ist das Umsetzen so einfach, wie um einen Poller herumzugehen.
Was Unmengen an Zeit und Energie raubt, ist selten das Projekt an sich.
Das ist intern der mentale Ballast. Die Frage, ob man gut genug sein wird. Die Angst, belächelt, beleidigt oder bedroht zu werden. Die Angst, zu scheitern. Da hilft Mentoring.
Und extern der Pallaver mit anderen. Endlose Diskussionen. Kompromisse. Abwägungen. Alles ein Zeichen, dass zu viele oder die falschen Menschen im Team sind. Da hilft Down-Sizing. Teams aufteilen. Lean Validation, also mit einfachsten Mitteln erstmal herausfinden, was überhaupt funktioniert. Erfahrungen sammeln. Ausdrücklich auch negative Erfahrungen wie Rückschläge, Verzögerungen, Missverständnisse, Planänderungen.
Die Drittklassigkeit arbeitet daran, uns gegeneinander auszuspielen. Je mehr wir diskutieren, fordern und streiten, desto weniger Zeit haben wir, um Projekte umzusetzen.
Je größer Projekte sind, je mehr Menschen sich an etwas beteiligen, desto schneller entstehen Konflikte.
Die Politik der westlichen Welt ist in vielen Bereichen handlungsunfähig, weil jede Partei sich anmaßt überall mitzureden. Man will möglichst viele Stimmen, möglichst viel Macht, möglichst viele Ministerien. Am Ende zählen weder theoretisches noch praktisches Wissen, sondern nur das Ranking innerhalb der Partei.
Wir bräuchten stattdessen viele Parteien, die jeweils nur ein einziges Fachgebiet haben.
Der Kompetenz-Hive Wahl2028 hat dazu einige gute Ideen für eine Wahlrechtsreform.
Bei NGOs, Vereinen und Start-Ups ist das ganz ähnlich. Je breiter die sich aufstellen, desto mehr Konflikte schaffen sie sich.
Gerade Menschen, die die Welt retten wollen, geraten schnell in Streit darüber, wer oder was zuerst gerettet werden soll.
Die Lösung liegt in kleineren Gruppen.
Gerne auch in Solo-Gründan.
Ein, zwei, drei kluge Köpfe mit einem Smartphone und einem einzelnen, messbaren Ziel können heute mehr bewirken, als eine Gewerkschaft mit 500.000 Mitgliedern und der vagen Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen.