Ja. Eine Botschaft an die Menschen, nicht mehr auf populistische Phrasen hereinzufallen.
Populismus regiert ja nicht nur in der Politik.
Er ist in jeden Bereich unseres Lebens gekrochen.
Werbeagenturen wissen haargenau, wie sie das Verhalten der breite Masse in die gewünschte Richtung lenken können. Ob es darum geht, ein fossiles Auto zu kaufen oder eine fossile Partei zu wählen, macht keinen Unterschied.
Menschen bevorzugen das Bekannte und Vertraute.
Menschen glauben dem Oftgehörten.
Menschen haben Angst vor dem Unbekannten.
Menschen misstrauen dem Neuen.
Diese vier Prinzipien sind das Fundament populistischer Kampagnen.
Solange der Populismus es schafft, deine Gedanken auf diese Schienen zu setzen, bleibst du in einer Schleife hängen.
Work. Pray. Eat.
Ora et labora.
Mehr arbeiten.
Härter arbeiten.
Billiger arbeiten.
Länger arbeiten.
Auch krank noch arbeiten.
Am besten vor Renteneintritt tot arbeiten.
Der Populismus ist gut darin, die Schuld Schwächeren in die Schuhe zu schieben. Das macht er, indem er einfach irgendwas behauptet und das dann in Endlosschleifen wiederholt.
Durch Zitate, die eine Fehlleistung offenbaren, nehmen wir den Populismus in die Verantwortung. Weil der Populismus gut darin ist, sich mit rhetorischen Tricks aus der Verantwortung herauszureden, braucht es eine kuratierte Kette dieser Fehlleistungen. Ein Gegengewicht. Ein Beleg, dass es keine einzelnen Fehlleistungen sind, keine unvorhersehbaren Ereignisse sondern ein System: Populismus.
Populismus, der Wirtschaftsaufschwung, Glück und einem besseren Leben im Weg steht.
Wir machen Mut wieder selber zu denken. Nicht querdenken. Nicht umdenken. Nicht nachplappern. Einfach selber denken.
Wenn sich Zitate eines Politikers nach drei Jahren, drei Monaten oder drei Sekunden als Fehlleistung entpuppen, dann liegt das nicht an unerwarteten Änderungen einer volatilen Weltordnung. Das liegt schlicht an mangelnder Kompetenz, mangelnder Integrität und mangelnder Empathie des Politikers.